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fronkschnonk, 20.07.2012 13:08 | 280 Posts, 8.754 Views
 
     
     
   
     
     
   
     
     
 
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  #1 ... 20.07.2012 ... so zwischen 12:26 und 13:50 Uhr ... neu!     » reply
fronkschnonk
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Post wurde zuletzt am 22.07.2012 um 19:12 Uhr von fronkschnonk editiert. Der alte Haxx0r!
Dafuq is this Thread?

Da ich grad einen Grund brauche, mich vor meiner Hausarbeit zu drücken, erstelle ich heute einmal diesen "Frag einen... Theologen"-Thread, was ich sowieso schon längst mal tun wollte ;)


Thread-Konzept
Ich bin der "Experte" zu theologischen Themen. Wenn du eine Frage zu Religion, Gott, Jesus, der Bibel, der Kirche, Luther usw. usw. hast, dann poste einfach deine Frage. Es darf gern auch kritisch sein (aber bitte höflich) - vielleicht kommen ja ein paar interessante Diskussionen zustande.
Gestellte Fragen und meine Antworten werde ich dann mit der Zeit auch in den Startpost einbinden.


Zu mir
Ich studiere evangelische Theologie im 8. Semester und interessiere mich im Studium besonders für Systematik (aka Theologie auf philosphisch oder auch umgekehrt) und für Kirchengeschichte.
Bitte erwarte von mir keine allzuhohe Bibelfestigkeit. Das Buch ist zwar nicht ganz unwesentlich in meinem Studium (^^), aber sollte meiner Ansicht nach nicht für sich stehen.

Spezialwissen habe ich zur Zeit auf den Gebieten: Todes/Seelen/Jenseitsvorstellungen; Katharer (insb. Albigenserkreuzzug); Theodizée-Frage; Friedrich Schleiermacher; Hermeneutik


Warum so ein Thread?
Zum einen einfach so, weil ich gern über solche Themen diskutiere. Zum anderen aber auch, weil es mich immer mal wieder annervt, wie undifferenziert und pauschalisiert das Christentum oder auch Religion im Allgemeinen von vielen wahrgenommen und auch verurteilt wird.
Oft werden Schlüsse gezogen, Annahmen für unumstößlich richtig genommen, die nur einen kleinen Teil der Realität ausmachen.
Um solchen Vorurteilen entgegen zu wirken, möchte ich dir meinen Sachverstand anbieten :)


PS: Bevor hier jemand mit den Forenregeln um die Ecke kommt, von wegen keine Religion und so: Ich hab Kafus erlaubnis für einen derartigen Thread und ihr könnt euch sicher sein, dass es hier nicht darum geht Menschen zu meiner Weltanschauung oder meinem Glauben zu bekehren, sondern darum, Missverständnisse auszuräumen und zu informieren.
Ohne verschiedene Perspektiven auf die Welt wäre das Leben schließlich reichlich langweilig und man kann von anderen Blickwinkeln eigentlich so gut wie immer auch noch was lernen :)


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Fragen/Themen (+Diskussionsverläufe)

Zu mir


Kann ich meinen Senf dazu geben?


Wieso wurden meine Fragen übersprungen?


Was ist nach dem Tod?


Theodizee - die Frage nach dem Leid


Kreationismus


Werden in Krisenzeiten eher religiöse Ansichten vertreten als in Zeiten von Frieden und Wohlstand?


Wie steht das evangelische Christentum zu anderen Glaubensrichtungen und zur Mission?


Die evangelische Kirche und die Wissenschaft


Pastafarismus


Kann ich die Bibel überhaupt ernst nehmen, wenn einzelne Stellen in ihr nicht ernst zu nehmen sind?


Ist es normal, zu zweifeln?

 
     

     
 
  #2 ... 20.07.2012 ... so zwischen 12:32 und 13:56 Uhr ... neu!     » reply
IAmFromAustria
Vivas Noctus!
11.175 Punkte, Rang:
Fleischpeitsche
Eine Frage die, glaub ich, jeden beschäftigt:

Was passiert dMn nach dem Tod?

Ich meine:

Kommen wir in eine Art parallel-Welt (Himmel, Limbo, Hölle, etc.)

Können wir uns an das, was hier auf der Erde passiert ist erinnern?

Hat unser Leben Hier auf der Erde auswirkungen auf das, was danach kommt?



Mir ist natürlich klar, dass du mir diese Fragen nicht richtig beantworten kannst, aber ich möchte gern die Meinung eines Theologen hören.
 
     

     
 
  #3 ... 20.07.2012 ... so zwischen 13:28 und 14:52 Uhr ... neu!     » reply
JBinthahouse
tanzt mit Drachen
45.905 Punkte, Rang:
Space Hulk
Post wurde zuletzt am 20.07.2012 um 14:18 Uhr von JBinthahouse editiert. Der alte Haxx0r!
Deine persönliche Antwort auf die Theodozeen-Frage (wird die so geschrieben? Hab das schon wieder vergessen).

(Vllt. schließt Nancy sich hier auch noch an [square])
 
     

     
 
  #4 ... 20.07.2012 ... so zwischen 13:36 und 15:00 Uhr ... neu!     » reply
Lywrath
Gott nochmal verdammt
42.125 Punkte, Rang:
Space Hulk
Post wurde zuletzt am 20.07.2012 um 14:20 Uhr von Lywrath editiert. Der alte Haxx0r!
Nette Idee, I like.

Meine Frage an dich ist jetzt, wie stehst du zum Kreationismus. Wie die evangelische Kirche dazu steht ist mir bewusst, aber findest du, das sollte in Schulen gelehrt werden (und natürlich warum)?

Und: Lässt sich belegen, dass sich der Glaube bzw. die bereitschaft an einen Gott zu glauben, sich mit der zeit ändert, d.h. z.B in kriesenzeiten mehr und in zeiten des Wohlstndes bzw. des Friedens weniger Leute Religiöse Ansichten vertreten und an einen Gott glauben?

MFG

E: ja Nancy könnte sich hier gut mitmischen. Am besten währe natürlich wenn sie katholische theologie studieren würde. So könnte man beide Seiten höhren.
 
     

     
 
  #5 ... 20.07.2012 ... so zwischen 13:49 und 15:13 Uhr ... neu!     » reply
NichtHurz
Waterpumpee
7.508 Punkte, Rang:
Bart
Post wurde zuletzt am 20.07.2012 um 14:41 Uhr von NichtHurz editiert. Der alte Haxx0r!
Nancy studiert soweit ich weiß Religion und Geschichte auf Lehramt, insofern wäre ihr Wissen allgemeiner und sie kann bestimmt einiges zur historischen Seite und Verbindungen zu anderen Religionen beitragen ;)

Meine Fragen:

Wie ist die evangelische Linie im Bezug auf andere Glaubensrichtungen und die Missionierung ihrer Anhänhger? Gibt es so etwas überhaupt oder findet sich hier nur eine allgemein christliche Linie?

Wie steht die evangelische Kirche (in ihren Grundsätzen) zur Wissenschaft bzw. wissenschaftlichen Theorien die im Gegensatz zur christlichen Weltanschauung stehen?

Noch eine kleine OT Frage nebenbei: Was hältst du von Dingen wie dem Pastafarismus? (kennste?)
 
     

     
 
  #6 ... 20.07.2012 ... so zwischen 13:58 und 15:22 Uhr ... neu!     » reply
Juliet
Fedebonalisiert
694 Punkte, Rang:
Real Flanders
Post wurde zuletzt am 20.07.2012 um 14:47 Uhr von Juliet editiert. Der alte Haxx0r!
Sry, muss meine Frage nochmal ausarbeiten...
 
     

     
 
  #7 ... 20.07.2012 ... so zwischen 14:10 und 15:34 Uhr ... neu!     » reply
JBinthahouse
tanzt mit Drachen
45.905 Punkte, Rang:
Space Hulk
PASTAFARI! [ugly_confused]
 
     

     
 
  #8 ... 20.07.2012 ... so zwischen 14:11 und 15:35 Uhr ... neu!     » reply
Allimania
↑ hat etwas Kot am Auge ↑
Kot am Fuß? :D
↑ hat auch Kot am Fuß ↑
1.140 Punkte, Rang:
Epic-User
die frage ist ja: wenn die bibel nicht immer ernst zu nehmen ist (schöpfungsgeschichte) ist sie dann überhaupt ernst zu nehmen.
 
     

     
 
  #9 ... 20.07.2012 ... so zwischen 14:37 und 16:01 Uhr ... neu!     » reply
iloveyou
Roadrunner :-)
1.961 Punkte, Rang:
Serious User
Wieso glaubst du an Gott ?
Also was veranlast dich dazu an Gott zu glauben und nicht an die Evolutionsthorie ?
Glaubst du Gott hat alles erschffen oder an Adam und Eva ?
 
     

     
 
  #10 ... 20.07.2012 ... so zwischen 15:05 und 16:29 Uhr ... neu!     » reply
Deepdead
klingenmeister.deviantart
2.289 Punkte, Rang:
This is Madness
Ich glaube das größte Problem, das ich häufig im Internet zu sehen bekomme, ist, dass die meisten das Klischeebild von einem US-amerikanischen Radikalen im Kopf haben.


Also was veranlast dich dazu an Gott zu glauben und nicht an die Evolutionsthorie ?

What if i told you, you can believe in both? ;)
 
     

     
 
  #11 ... 20.07.2012 ... so zwischen 15:56 und 17:20 Uhr ... neu!     » reply
fronkschnonk
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Oh - krass, so viele Reaktionen in so kurzer Zeit hätte ich nicht erwartet o.O

Mal sehen, wie meine Zeit die Beanwortung erlaubt :)


@IAmFromAustria

Wie du schon richtig erkannt hast, kann ich dir natürlich keine abschließende Antwort geben, aber durchaus ein bisschen was dazu erzählen.
Bei der Jenseitsvorstellung des Christentums, ist es wichtig zu wissen, woher so die Denktraditionen kommen. Da gibt es zwei wesentliche bereits vor dem Christentum:

1) Platonisches (oder auch sokratisches) Verständnis
Platon ging von der Unsterblichkeit der reinen Seele aus, die Zeit des irdischen Lebens an den sterblichen unreinen Körper gebunden war. Der Körper war demnach ein unheilvolles Gefängnis für das höhere geistige Wesen des Menschen. Das hat auch zur Folge, das der Tod als Befreiung vom Körper sogar zu begrüßen ist. Hiervon hat sich im wesentlichen die christliche Vorstellung von der guten unsterblichen Seele und dem sündigen sterblichen Fleisch (aka Körper) abgeleitet.
(Augustin hat das später noch verkompliziert und ganze 4 verschiedene Todesarten unterschieden, abre das führt hier zu weit ^^).
Nach dieser hellenistisch beeinflussten (oder "platonisch verdorbenen" wie einer meiner Profs gern sagt ^^) Tradition lebt die Seele nach dem Tod weiter und wird dann am jüngsten Tag gerichtet - wie auch immer das aussehen mag, um letztendlich in den Himmel zu kommen.
Fegefeuer und Hölle werden inzwischen nicht mal mehr von der katholischen Kirche vertreten.

2) Biblisch-jüdische Tradition
Hier wird es für unser europäisch, hellenistisch geprägtes Denken schwierig. Die alten Hebräer hatten kein klare Unterscheidung zwischen Seele und Körper. Es gibt zwar Begriffe, die sich entweder eher als Körper oder Seele übersetzen lassen, aber im Grunde wird damit immer nur ein Aspekt des Wortes übersetzt.
Der typische mit "Seele" übersetzte Begriff nefesch meint eher soviel wie "Lebenskraft" oder "Hauch"/"Odem" und damit den ganzen Menschen, sowohl in seiner seelischen als auch seiner körperlichen Gestalt (ohne dass diese Differenz dabei aufgemacht wird). Dementsprechend sind Körper und Seele nicht zu trennen, weshalb Tod auch immer ganz Tod bedeutet (stirbt das eine, stirbt auch das andere).
Leben wird im AT (=altes Testament) als in Beziehung zu Gott stehen dargestellt. Tod heißt also das Gegenteil: die absolute Beziehungslosigkeit. Deshalb war es im frühen Judentum auch Ziel, ein gutes und gottgefälliges Leben zu führen, nicht auf ein Sein nach dem Leben abzuzielen.
Diese Tradition haben sich Theologen des 19. und besonders des 20. Jh. wieder zueigen gemacht. Entsprechend haben sie die hellenistischen Einflüsse im Christentum analysiert und verworfen und in Bezug auf die biblische Tradition des Ganztodthese entwickelt:
Stirbt ein Mensch (oder Christ?), stirbt er ganz - Seele und Leib. Von hier aus scheiden sich aber wieder die Geister, denn die Frage bleibt, wie man die Wiederauferstehung jetzt da mit reinkriegt.
Eine Variante ist zu sagen, dass eine ganze, vollkommene Auferstehung ja nur stattfinden kann, wenn der Mensch auch wirklich ganz Tod war. Dementsprechend gäbe es dann eine Auferstehung irgendwann nach dem Tod (z.B. am jüngsten Tag) und dann ein "Leben im Himmel" - wie auch immer das aussehen mag.
Ich tendiere eher zu der Variante, das ganz Tod nicht nur komplett, sondern auch endgültig Tod meint. Die Rede von Himmel, Auferstehung usw. würde ich eher als Metaphern sehen für etwas, was bereits im Leben (und nur da, denn nach dem Tod ist nach dieser These nichts mehr) stattfinden kann. Das heißt, der Mensch wird mit der Taufe oder vielleicht auch nur mit dem Glauben an Gott/Jesus/Kreuz wiedergeboren und lebt weiter im Zustand der Rechtfertigung seiner Sünden und hat sozusagen den "Himmel auf Erden" bzw. ist dazu angehalten ihn zu schaffen.

Ich hoffe das war nicht zu viel - ich hab versucht, mich kurz zu fassen ;)


So - jetzt muss ich erstmal an meiner Hausarbeit weiter machen. Die nächste Antwort kommt später :)
 
     

     
 
  #12 ... 20.07.2012 ... so zwischen 16:25 und 17:49 Uhr ... neu!     » reply
fronkschnonk
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Nautilus
Post wurde zuletzt am 20.07.2012 um 17:08 Uhr von fronkschnonk editiert. Der alte Haxx0r!
Der Übersichtlichkeit halber mach ich Mehrfachposts. Ich hoffe, das wird geduldet. Wenn nicht, bitte nicht sofort lösche, damit ich die Antworten noch in einen anderen Post kopieren kann.


@JB
Es heißt Theodizee :)
Erstmal für alle, die es nicht wissen: Die Theodizeefrage ist die Frage nach dem Leiden in der Welt - sie hinterfragt die Gerechtigkeit, Güte und/oder sogar die Existenz Gottes angesichts des vorhandenen Übels.
Soll heißen: Wenn Gott allmächtig, gerecht und gütig ist, wie kann er dann zulassen, dass es Leid in der Welt gibt?
Zur Beantwortung sind zwei Betrachtungen notwendig:

1) Unterscheidung von Leid und Leid
Wir hätten da einmal das vom Menschen selbst geschaffene Leid (Kriege, Mord, Diebstahl, Umweltverschmutzung usw.). Das ist der einfachere Teil der Frage (finde ich). Hier fand ich immer ein Gleichnis einleuchtend: stellt man sich Gott als den Vater des Menschen da, der die Menschen liebt und achtet, dann gehört es dazu, dass er dem Menschen seine Freiheit lässt. Gott liebt demnach den Menschen so sehr, dass er es zulässt, dass er selbst entscheidet, wie er sich entwickelt und was er tut - wie eben auch jede Mutter und jeder Vater sein Kind irgendwann loslassen und es eigene (schmerzhafte) Fehler begehen lassen muss. Würde Gott das nicht zulassen, könnte man nicht wirklich von Liebe sprechen, sondern vielmehr von Egoismus - Liebe heißt eben den/die Geliebte/n gegen den eigenen Willen tun zu lassen was er/sie will.
Schwieriger wird es bei Leid, auf das der Mensch keinen Einfluss hat, wo insbesondere Naturkatastrophen in den Blick kommen. Eine unbefriedigende Antwort wäre, dass der Mensch ja selbst Schuld ist, wenn er sich am Fuß eines Vulkans oder in einem Erdbebengebiet ansiedelt. Das funktioniert aber nicht wirklich, weil es Stürme, Gewitter, Dürren usw. eigentlich überall auf der Welt gibt. Es bleibt also nichts übrig, als sich Gott genauer anzuschauen:

2) Gotteseigenschaften
Gern wird Gott zugesprochen, dass er allmächtig, gütig, allwissend und auch noch gerecht sei. Wenn auch diese Beschreibung schon oft vorgenommen wurde, wird man sie so nicht in der Bibel finden.
Wenn Gott nicht gütig oder gerecht wäre, hätte sich die ganze Frage schnell erledigt, das kann aber aus dem christlichen Kontext heraus nicht aufgehen. Gott ist nunmal das gute lebensbejahende Prinzip.
Die Allwissenheit, ob nun vertretbar oder nicht, ist wohl kaum relevant: nur weil jemand alles weiß, heißt es nicht, dass er dadurch in der Lage ist, Schlechtes zu verhindern.
Es bleibt das Attribut der Allmacht. Diese finden wir insbesondere nicht in der Bibel und auch kaum in traditionellen Schriften. Es gibt philosophische und philologische Betrachtungen zum Begriff der Allmacht, die ihn in sich unmöglich erscheinen lassen - alles ist irgendwie durch etwas bedingt.
So auch Gott, und sei es durch seine eigenen Entscheidungen: wenn Gott nunmal die Welt mit den Menschen geschaffen hat, denen er seine Liebe und Zugewandheit verheißen hat, mit denen er einen Bund eingegangen ist, dann hat er sich spätestens dann selbst beschränkt.
Gott ist also nicht allmächtig.
Die Wichtigkeit des Machtbegriffes würde ich im Kontext der Liebe deuten. Gott ist Liebe und entsprechend ist zwischenmenschlich und auch in Begegnung mit dem Leid Liebe als göttliches Prinzip das, was Leid, Tod, Trauer, kurz: das Übel in der Welt überwinden kann. Nicht unbedingt in dem Sinne, dass es das Übel immer verhindern kann, sondern dass es uns das Übel ertragen/verarbeiten lässt und uns seelisch nicht zerstört, wenn es einmal geschehen ist.
 
     

     
 
  #13 ... 20.07.2012 ... so zwischen 16:40 und 18:04 Uhr ... neu!     » reply
JBinthahouse
tanzt mit Drachen
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Space Hulk
Aber wenn man nun davon ausgeht, dass die "Theorie der" Plattentheltonik (wirklich bewiesen ist sie nicht) stimmt und Gott die Welt erschaffen hat, wieso hat er, diese dann so erschaffen immerhin könnte er "seinen Kindern" somit Leid ersparen, was ja der Wunsch eines Elternteils ist?

Andere Frage:
Wie würdest du es erklären, dass Menschen auch an andere Götter (Zeus, Re etc.) geglaubt haben? Haben diese jemals exsistiert oder wurden die als Illusion von Gott erschaffen?
 
     

     
 
  #14 ... 20.07.2012 ... so zwischen 17:19 und 18:43 Uhr ... neu!     » reply
Juliet
Fedebonalisiert
694 Punkte, Rang:
Real Flanders
Kleine Frage, ist das hier sozusagen dein Thread^^, oder darf man sich auch in die Diskussionen einklinken, wenn man mag?
 
     

     
 
  #15 ... 20.07.2012 ... so zwischen 17:22 und 18:46 Uhr ... neu!     » reply
JBinthahouse
tanzt mit Drachen
45.905 Punkte, Rang:
Space Hulk
Ich glaube man darf sich mit "einklinken"
 
     

     
 
  #16 ... 20.07.2012 ... so zwischen 18:18 und 19:42 Uhr ... neu!     » reply
fronkschnonk
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Nautilus
@Juliet
Ich mag Klinken :)
Mein Thread bleibt es aber dennoch, was aber nicht heißt, dass andere Meinungen/Beiträge/whatever nicht willkommen wären. Solange hier alles sachlich und höflich bleibt, sehe ich da kein Problem.


@JB
Nun kommst du zu einer neuen Frage - nämlich der nach der Schöpfung. Grundsätzlich bleibt es dabei: wenn Gott etwas erschafft, setzt er Regeln, um das Sein desjenigen, was er schafft, zu ermöglichen. Regeln, die auch er dann nicht umgehen kann. Die Antwort wäre also, das die Erschaffung einer physischen Welt sich auch Regeln der Physik zu unterwerfen hat. Hier kommt dann die Naturwissenschaft ins Spiel, die erforscht, wie das alles zusammenhängt.

Zur anderen Frage komm ich später - jetzt sind erstmal die anderen dran :)


@Lywrath
Sicher, dass dir bewusst ist, wie die ev. Kirche dazu steht? (ich frag nur, weil soetwas gerne behauptet wird, ohne dass es unbedingt stimmt ^^)

Ich selber finde, dass Kreationismus ausgemachter Blödsinn ist. Ich kann auch nicht wirklich nachvollziehen, warum das für gewisse evangelikale Gruppierungen denn so schwierig ist, moderne Wissenschaft mit biblischen Berichten unter einen Hut zu bringen. Noch dazu ist der Kreationismus genau das, was dem Ansehen des Christentums mit am meisten schadet, weil von außen gerne pauschalisiert wird :(
In Schulen als gleichberechtigt zur Evolutionstheorie unterrichtet halte ich das sogar für sehr gefährlich, weil es das kritische/wissenschaftliche denken nicht einfordert. Wenn man allerdings in der Schule (im Religionsunterricht o.ä.) sich mit dem Schöpfungsbericht der Bibel befasst, finde ich das sinnvoll. Da kann dann auch gern darauf verwiesen werden, dass es Menschen gibt, die das wörtlich nehmen, aber genauso sollten auch andere Deutungsweisen vorgestellt werden und die eigenen Gedanken der Schüler vorkommen.

Deine zweite Frage ist schwierig, da man dafür eine sehr umfassende Studie (über einen langen Zeitraum, mit vielen Menschen, in verschieden Regionen auf der Welt) durchführen müsste, um einigermaßen sichere Daten zu haben.
Ich selbst bin der Meinung, dass Menschen zu gewissen religiösen Praktiken/Verhaltensweisen neigen. Im Moment ist teilweise eine Tendenz weg von den klassischen Religionen hin zu esoterischen Strömungen und vermeintlich areligiösen Weltanschauungen zu erkennen.
Entsprechend widerspreche ich der These, in Krisenzeiten würde Religion mehr vertreten. Allerdings stimme ich zu, dass in Krisenzeiten Religionen (wie auch Weltanschauungen) "lauter" hervortreten, weil dann extremere Formen und Fanatismus mehr Zulauf haben.
 
     

     
 
  #17 ... 20.07.2012 ... so zwischen 19:21 und 20:45 Uhr ... neu!     » reply
joni19196
redstone ftw
1.183 Punkte, Rang:
Epic-User
frage 1)

warum hast du dich für ein theologiestudium entschieden

frage 2)

ist es normal, dass ich als getaufter christ zur zeit (bin 16 jahre alt) so eine art atheistische phase(wenn es denn eine phase bleibt) habe....ich weiß auch nicht, aber irgendwie kann ich zur zeit nicht an sowas wie gott denken

frage 3)

bist du katholisch oder evangelisch oder eine andere form des christlichen glaubens



frage an die allgemeinheit 1)

gibt es hier auch leute anderer religionen, die ihre ansichten mir erklären könnten...ich bin zur zeit irgendwie auf der suche nach einem neuen glauben.....glaub ich
 
     

     
 
  #18 ... 20.07.2012 ... so zwischen 19:58 und 21:22 Uhr ... neu!     » reply
JBinthahouse
tanzt mit Drachen
45.905 Punkte, Rang:
Space Hulk
@joni19196 Wie Fronk schon im Startpost geschrieben hat studiert er evangelische Theologie

PASTAFARI!!
Nein jetzt mal ernsthaft. Es ist nicht so, dass ich komplett der Wissenschaft vertraue immerhin sind viele Dinge durch einen Gott oder Götter sehr viel leichter zu erklären. Ich persönliche find es vorallem bewunderswert, wie andere Religionen das Weltbild erklären. Die 3 Weltreligionen finde ich persönlich recht uninteressant.
 
     

     
 
  #19 ... 20.07.2012 ... so zwischen 22:40 und 00:04 Uhr ... neu!     » reply
scOUT
1.201 Punkte, Rang:
Epic-User
fronkschnonk, ich muss dich loben! Deine Texte sind echt toll zu lesen.
Weiter so! (es tut mir leid, dass ich keine Frage stelle)
 
     

     
 
  #20 ... 20.07.2012 ... so zwischen 22:58 und 00:22 Uhr ... neu!     » reply
weißebohnen
mag Hundebabys
408 Punkte, Rang:
Eco-Raper
fronkschnonk:
...stellt man sich Gott als den Vater des Menschen da, der die Menschen liebt und achtet, dann gehört es dazu, dass er dem Menschen seine Freiheit lässt. Gott liebt demnach den Menschen so sehr, dass er es zulässt, dass er selbst entscheidet, wie er sich entwickelt und was er tut - wie eben auch jede Mutter und jeder Vater sein Kind irgendwann loslassen und es eigene (schmerzhafte) Fehler begehen lassen muss.


Ist das nicht ein Widerspruch zur gesamten Religionsgemeinschaft ? Würde man das Gleichnis erweitern, würde Gott doch auch wollen das sich seine Kinder irgendwann abnabeln und Religion im Sinne von gemeinschaftlichem Gottesdienst würde somit der "Reifung des Menschen" im Wege stehen ?
 
     

     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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